Start Schlager-News Frank Schöbel: Großes Geständnis

Frank Schöbel: Großes Geständnis

Schlager-Urgestein Frank Schöbel schaffte in der DDR seinen Durchbruch und war einer der größten Stars im Land.
Er gehörte zu den beliebtesten Unterhaltungskünstlern im Fernsehen und begeisterte in DEFA-Filmproduktionen, wie zum Beispiel „Heißer Sommer„, das Publikum in Ost und in West. Mit der Schauspielerin und Sängerin Chris Doerk bildete er das Traumpaar im DDR-Showbusiness.

Bis heute begeistert der 78-Jährige seine Fans mit seinen Live-Auftritten. Ganz klar, Frank Schöbel liebt die Bühne. Doch das war nicht immer so – denn anfangs litt der Star unter großem Lampenfieber.
Das ging sogar soweit, dass er Mitte der Sechziger sogar einen Auftritt schwänzte. „Am 17. November 1964 wurde zum letzten Mal aus dem alten Friedrichstadtpalast der AMIGA-Cocktail gesendet“, erklärt Frank Schöbel gegenüber der Deutschen Presse Agentur. „Ich sollte daran teilnehmen, hatte aber tierische Angst, vor so vielen Menschen im Friedrichstadt-Palast aufzutreten und noch dazu live zu singen.“ Die Angst war sogar so groß, dass er den Auftritt wortwörtlich geschwänzt habe.

Damals war der Sänger 21 Jahre alt und ging zur Armee. „Ich spielte nach dem Dienst bei der Armee – es war ziemlich kalt – barfuß Fußball, holte mir natürlich prompt den Hund„, schildert Schöbel weiter. Er sei ins Lazarett gebracht worden. „Damit war klar, Schöbel ist krank, Schöbel kann nicht.“ Aber: „Der liebe Heinz Quermann kam extra ins Armeeobjekt, um mit dem Chef zu sprechen, ob er mich nicht doch freigeben könne.“ Erfolg hatte der Moderator nicht.

„In Wirklichkeit ging es mir schon wieder etwas besser“, berichtet Schöbel weiter. Am 17. November, dem Tag der Vereidigung, an dem er eigentlich in der TV-Show auftreten sollte, habe er dann mit einer Drei-Mann-Band vor den Soldaten gespielt und gesungen. „Die fanden es toll, dass ich vor ihnen und nicht im Fernsehen auftrat. Von meiner Angst vor dieser TV-Sendung ahnten sie nichts.“

Ob Schöbel heute auch noch unter Lampenfieber leidet, davon sagt er allerdings gar nichts. Wenn ja, dann merkt man es ihm überhaupt nicht an. Denn auf der Bühne ist er einfach ein Vollprofi.

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