Start Schlager-News Frank Schöbel wollte aufgeben!

Frank Schöbel wollte aufgeben!

Er war die Schlager-Hymne in der damaligen DDR und wurde auch in der damaligen Bundesrepublik sehr erfolgreich. Jetzt wird der Schlager „Wie ein Stern“ 50 Jahre alt und gilt heute noch für viele als Sinnbild für schöne Momente, wie der erste Kuss, die Hochzeit und das erste Kind.  Gesungen hat ihn Schlagerstar Frank Schöbel.
Im Interview mit Schlager Radio gesteht der heute 78-Jährige, dass „Wie ein Stern“ ein Schicksalslied gewesen sei. Denn beinahe hätte Schöbel seine Karriere Anfang der Siebziger an den Nagel gehangen. „Damals blieben die großen Erfolge aus und ich dachte, ich höre auf zu singen“, erklärt der Schlagerstar. „Doch dann wurden mir die Noten des Liedes vorgelegt und ich dachte erst den möchte ich nicht singen, weil er mir zu schnulzig war. Als ich die Melodie aber zum ersten Mal hörte, war ich begeistert und es hat mich gepackt.“

Ab da ging es mit Schöbels Schlagerkarriere wieder bergauf. Plötzlich gehörte er zu den erfolgreichsten Stars in der DDR. Auch der Westen wurde auf ihn aufmerksam. Zahlreiche Fernsehauftritte im westdeutschen Fernsehen folgten, was Schöbel im Interview als großes Glück bezeichnet. Schöbel hätte beinahe das Jubiläum seines Erfolgsschlagers vergessen, hätte ihn nicht eine Journalistin darauf angesprochen. Auf die Frage, was der Hit für die Menschen bedeute, sagt Schöbel, dass viele Menschen Situationen mit dem Hit verbinden, die es in sich hätten. So erinnert sich der Star an einen Leserbrief von damals, der von einer Frau kam, die zu der Zeit als „Wie ein Stern“ im Radio rauf und runter lief im DDR-Frauengefängnis saß. Im Brief hätte sie erklärt, dass es in Sichtweite ihres Zellenfensters eine Gartenkolonie gab, in der die Menschen Radio hörten und jedes Mal wenn „Wie ein Stern“ gespielt wurde, die Häftlinge aus ihren Fenstern laut gerufen haben, dass doch das Radio lauter gedreht werden sollte.

Auch nach der Wende geriet „Wie ein Stern“ nicht in Vergessenheit und wird bis heute gespielt. Mitte der 2000er erlangte der Schlager ganz besonderen Ruhm. Er wurde im Hintergrund in einer Schlüsselszene im oscarprämierten Kinofilm „Das Leben der anderen“ mit den Schauspielern Martina Gedek und Ulrich Mühe gespielt.

Für Schöbel war „Wie eine Stern“ ein ganz besonderer Glücksfall. Denn ohne den Hit, hätten wir von ihm seit Anfang der siebziger Jahre wohl nichts mehr gehört.

Das gesamte Interview mit Frank Schöbel gibt es hier.

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