Pietro Lombardi hatte Schutzengel
Wenige Tage nach seinem schweren Verkehrsunfall in Köln meldet sich Pietro Lombardi erstmals selbst zu Wort. Der Sänger schildert die dramatischen Minuten nach dem Zusammenstoß und zeigt sich vor allem dankbar, dass niemand schwer verletzt wurde.
Wie BILD berichtet, sprach der 34-Jährige im Podcast „Patchwork Boys“ mit Oliver Pocher über den Unfall, bei dem sein Audi Q8 erheblich beschädigt wurde. Eigentlich wollte Lombardi nach dem gemeinsamen Anschauen des deutschen WM-Spiels noch zum Sport fahren. „Ich habe gedacht: Komm, es steht eh schon 5:1, ich gehe jetzt zum Sport“, erinnert er sich.
„Ich habe einfach nur noch das Knallen gehört“
Doch an einer Kölner Kreuzung nahm der Abend eine dramatische Wendung. „Dann ging alles relativ schnell. Ich glaube, ich habe einfach nur noch das Knallen gehört“, erzählt der Musiker. Während Oliver Pocher beim Anblick der Fotos des zerstörten Autos geschockt gewesen sei, habe Lombardi unmittelbar nach dem Aufprall nur einen Gedanken gehabt: „Du denkst nur: Geht es allen gut?“
Wer den Unfall verursacht hat, ist weiterhin Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Lombardi selbst äußert sich nicht zu möglichen Schuldfragen und betont stattdessen das Glück im Unglück.
Sorge um die Beteiligten
Besonders bewegt hat ihn die Situation der jungen Insassen des anderen Fahrzeugs. „Die waren natürlich extrem unter Schock. Ich bin aber sofort hingegangen und habe versucht, die Situation zu beruhigen“, berichtet er. Eine junge Fahrerin erlitt Schnittverletzungen durch zerbrochenes Glas. Auch die Reaktion ihrer Familie ließ den Sänger nicht los: „Wenn ich mir vorstelle, dass Alessio einen Unfall hat – das ist das schlimmste Gefühl. Deshalb kann ich jede Emotion der Eltern nachvollziehen.“
Kritik an Unfallgaffern
Neben der Erleichterung über den glimpflichen Ausgang sorgt ein anderes Erlebnis bei Lombardi noch immer für Unverständnis. Noch an der Unfallstelle hätten Passanten Selfies mit ihm machen wollen. „Dann kommen Leute: ,Pietro, mach mal Selfie.‘ Leute, der hat einen Unfall!“, sagt der Familienvater. Für ihn sei ein solches Verhalten „empathielos und respektlos“.
Trotz des Schocks zieht Lombardi am Ende ein versöhnliches Fazit: „Wir hatten an dem Tag einfach einen Schutzengel. Dafür bin ich dankbar.“