Kerstin Ott: Trauer und klare Worte nach der Gewalttat
Der Anschlag beim Berliner CSD bewegt viele Menschen. Auch Schlagersängerin Kerstin Ott hat sich einen Tag nach der Tat auf Instagram zu Wort gemeldet. Am Samstagabend war ein 21-jähriger Verdächtiger mit einem Kastenwagen am Rande des Berliner CSD in eine Menschenmenge gefahren. Eine Frau kam ums Leben, 29 weitere Menschen wurden verletzt. Der mutmaßliche Täter ist inzwischen tot und wird der islamistischen Szene zugerechnet.
Die offen lesbisch lebende Sängerin, die seit Jahren als Stimme der queeren Community gilt, veröffentlichte zwei Beiträge. Zunächst zeigte sie sich betroffen: „Ich bin so traurig und wütend. Mein Mitgefühl gilt allen Menschen, die von dieser schlimmen Tat betroffen sind.“
Kritik an Islamismus und rechten Parteien
In einem zweiten Beitrag wurde Ott grundsätzlicher. Sie stellte die Frage, wann und wo Islamismus jemals etwas Positives bewirkt habe. Außerdem schrieb sie: „Menschlich betrachtet ist Islamismus für mich eine frauenfeindliche und menschenverachtende Organisation. Geführt von Männern.“
Darüber hinaus richtete sie sich direkt an rechte Parteien in Deutschland. Ott warnte davor, die Tat politisch zu nutzen, und schrieb: „An alle rechten Parteien hier in Deutschland: ihr seid genauso menschenverachtend. Genauso unmenschlich. Ihr braucht hier gar nicht wieder mit den Ängsten der Menschen spielen.“
Mit ihren Beiträgen verband die Sängerin ihre Anteilnahme für die Betroffenen mit deutlicher Kritik an Islamismus sowie an rechten Parteien.