Vanessa Mai: „Ich könnte ins Klo heulen“
Vanessa Mai: „Ich könnte ins Klo heulen“
Vanessa Mai zählt seit Jahren zu den erfolgreichsten Namen im deutschen Schlager. Doch der Erfolg hat offenbar auch seine Schattenseiten. Im Gespräch mit Lola Weippert im Podcast „Schön laut“ berichtet die Sängerin von Konkurrenzdenken, Ablehnung und Situationen im Showgeschäft, die ihr bis heute nahegehen.
Vanessa Mai spricht über Konkurrenz im Showgeschäft
Zwei Nummer-eins- und insgesamt zehn Top-10-Alben, dazu eine Platin- und sieben Gold-Auszeichnungen für ihre Longplayer: Vanessa Mai hat sich längst einen festen Platz in der deutschen Musiklandschaft erarbeitet. Auch abseits der Musik ist die gebürtige Baden-Württembergerin regelmäßig im Fernsehen zu sehen – unter anderem bei „Schlag den Star“ sowie in Formaten mit Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf.
Doch ausgerechnet in der Branche, in der Mai ihre Karriere aufgebaut hat, erlebt sie nach eigenen Angaben nicht nur Zusammenhalt. Im Gespräch mit Lola Weippert erzählt die 34-Jährige, dass Konkurrenzdenken im Showgeschäft weiterhin verbreitet sei.
„In unserem Show-Business gibt es das leider ganz, ganz oft“, sagt Mai. Dahinter stecke ihrer Wahrnehmung nach häufig die Vorstellung: „Es kann nur eine geben! Wir nehmen uns doch was weg.“
Bei jüngeren Künstlern erlebt sie mehr Unterstützung
Mai betont dabei, dass es sich um ihren persönlichen Eindruck handelt. Gerade bei einer älteren Generation nehme sie das Konkurrenzdenken stärker wahr. Jüngere Künstlerinnen und Künstler erlebe sie dagegen häufiger als unterstützend.
Wie sich die Ablehnung konkret äußert, schildert die Sängerin ebenfalls. Es beginne bereits damit, andere Menschen „schlecht fühlen“ zu lassen. Mai berichtet von Situationen, in denen ihr demonstrativ der Rücken zugekehrt werde oder Personen sie nicht beachteten und nicht mit ihr sprächen – obwohl diese sie offensichtlich wahrgenommen hätten.
„Ich könnte ins Klo und heulen“
Solche Erlebnisse gehen Vanessa Mai nach eigener Aussage nahe. Sie bezeichnet sich selbst als sensibel. Noch belastender sei es für sie, wenn sie mit direkten Sprüchen konfrontiert werde. Ihre Reaktion beschreibt sie drastisch: „Ich könnte ins Klo und heulen.“
Lola Weippert reagiert im Gespräch mit deutlichen Worten. Sie würde Mai in solchen Momenten gerne beschützen und findet, dass derartiges Verhalten öffentlich angesprochen und die betreffenden Personen damit konfrontiert werden sollten.
Dass Mai und Weippert selbst gut als Team funktionieren können, haben die beiden bereits bei „Schlag den Star“ gezeigt.