Tanja Lasch: In Beziehung muss geredet werden
Reden und gemeinsam lachen – darauf kommt es für Tanja Lasch in einer glücklichen Beziehung besonders an. Bei einem Punkt kennt die Schlagersängerin allerdings wenig Kompromisse: „Mangel an Kommunikation lässt mich ganz schnell davon laufen“, sagt die 51-Jährige. Anlass für das überraschend private Liebes-Geständnis ist ihr neuer Song „Zimmer 17“, in dem sich alles um eine Beziehung zwischen Sehnsucht, Alltag und heimlichen Treffen dreht.
Im Gespräch mit Schlagerpuls.com erklärt Tanja Lasch, dass Beziehungen ihrer Meinung nach durchaus in eine Phase geraten können, in der die Gefühle füreinander zu kurz kommen. Die Gefahr sei besonders groß, „wenn man sich als Paar vergisst und nur nebeneinander her lebt“. Eine solche Krise müsse aber keineswegs das Aus bedeuten.
Eine Krise kann die Liebe sogar stärken
Entscheidend sei vielmehr, wie beide Partner damit umgehen. Lasch ist überzeugt, dass aus schwierigen Zeiten sogar etwas Positives entstehen kann: „Eine Krise kann irgendwann wieder zu einer ganz intensiven und noch innigeren Liebe werden.“
Genau solche emotionalen Geschichten sind seit Jahren ein Markenzeichen der Sängerin. Ihr neuer Titel „Zimmer 17“ passt perfekt dazu. Die Idee entstand allerdings nicht am Reißbrett. Zunächst gab es nur die Melodie. Lasch suchte einen halben Tag lang nach einer passenden Zeile, bis ihr plötzlich „Zimmer 17“ in den Sinn kam.
Was passiert wirklich in „Zimmer 17“?
Erst danach entwickelte sie die Geschichte. Und die lässt bewusst mehrere Deutungen zu: Treffen sich zwei Menschen zu einer heimlichen Affäre? Handelt es sich um ein regelmäßiges Date? Oder verbringt ein Paar einfach hin und wieder gemeinsame Stunden in einem Hotel?
Eine eindeutige Antwort gibt Lasch absichtlich nicht. Die Fans sollen beim Hören ihre ganz eigene Geschichte entstehen lassen.
Tanja Lasch will „Filme“ im Kopf erzeugen
Dass ihre Songs oft wie kleine Filme wirken, ist kein Zufall. „Ich habe den ganzen Tag Bilder im Kopf“, erklärt die Songwriterin. Beim Texten sei ihr wichtig, eine Handlung konsequent weiterzuerzählen. Die zweite Strophe führt deshalb häufig die Geschichte der ersten fort. Ist das Lied vorbei, endet auch die Handlung.
Bei „Zimmer 17“ beginnt dieser kleine Film ausgerechnet in einem Fahrstuhl. Und dieses Motiv scheint Tanja Lasch besonders zu gefallen: Es sei nicht ihre erste „Fahrstuhl-Nummer“ – und werde mit Sicherheit auch nicht die letzte sein.