Andrea Berg: junge Schlagerstars haben kaum Chancen
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Andrea Berg: junge Schlagerstars haben kaum Chancen

Andrea Berg gehört seit Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Sängerinnen Deutschlands. Bei „Inas Nacht“ zeigte sich die 60-Jährige gewohnt schlagfertig – sprach aber auch über eine Entwicklung im Musikgeschäft, die ihr Sorgen macht. Vor allem junge Künstler hätten es heute deutlich schwerer.

„Mit Platten verdienst du kein Geld mehr“

Seit rund 30 Jahren kann sich Andrea Berg auf ihr Publikum verlassen. Bei Ina Müller machte sie deutlich, wie sehr sie dieses Privileg zu schätzen weiß. „Was hab‘ ich ein Glück! 30 Jahre wollen die Menschen meine Musik“, sagte sie.

Für Nachwuchskünstler sehe die Situation dagegen anders aus. „Wenn du heute als junger Künstler da bist: Du hast doch gar keine Chance mehr“, erklärte Berg. Besonders die wirtschaftlichen Bedingungen hätten sich verändert: „Geld verdienen können die überhaupt nicht. Mit Platten verdienst du kein Geld mehr.“

Berg selbst blickt auf eine außergewöhnlich erfolgreiche Karriere zurück. Sie veröffentlichte 14 Nummer-eins-Alben und verkaufte mehr als 16 Millionen Tonträger. Gemeinsam mit ihrem Mann und Manager Uli Ferber betreibt sie zudem ein Hotel in Kleinaspach.

Als Ina Müller eine Publikumsfrage vorlas und wissen wollte, wer reicher sei – Andrea Berg oder Helene Fischer –, antwortete die Sängerin spontan: „Ich.“ Kurz darauf schob sie allerdings lachend ein vorsichtigeres „Glaube ich“ hinterher.

Andrea Berg über Florian Silbereisen

Für Gelächter sorgte auch die Frage nach dem „schönsten Mann im deutschen Schlager“. Berg konterte zunächst: „Haben wir überhaupt ’nen schönen?“ Müller brachte daraufhin Florian Silbereisen ins Spiel.

Berg hatte sofort eine Antwort: „Der ist zu klein für mich.“ Außerdem sei Silbereisen für sie vor allem ein Freund: „Florian ist ein Freund, den sehe ich nicht so als Mann.“ Als das Publikum darauf reagierte, präzisierte sie ihre Aussage: „So habe ich es nicht gemeint! Er ist nicht mein Beuteschema.“

Auch bei Drogen-Frage bleibt Berg gelassen

Selbst einer Frage über angeblichen Drogenkonsum in der Schlagerbranche wich Berg nicht komplett aus. Eigene Erkenntnisse habe sie dazu allerdings nicht: „Ich kenn‘ mich nicht aus.“

Stattdessen erzählte sie eine Anekdote über einen früheren Busfahrer. Der habe über eine Band gesagt, die Musiker seien eigentlich nett, „aber abends riechen die immer am Spiegel“.

So wurde Bergs Auftritt bei „Inas Nacht“ zu einer Mischung aus Humor und ungewöhnlich offenen Einblicken – und zeigte zugleich, dass selbst ein seit Jahrzehnten etablierter Schlagerstar die Veränderungen der Musikbranche aufmerksam verfolgt.

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