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Chefsache – Sarah Lombardi

In der Schlager Radio-Chefsache kommen wir dem Schlagerstar wieder ein kleines Stück näher.

Mittlerweile hat Sarah ihren Julian geheiratet. Im April war sie noch zu Gast bei Oliver Dunk.
Dort sprach er mit ihr darüber, dass die Hochzeit der beiden zuerst veschoben werden musste, ihren tollen Sohn und ihr neues Album „Im Augenblick“.  
Viel Spaß bei der Chefsache!

Das Interview zum Nachlesen:

Oliver Dunk: Sarah Lombardi und „Te amo mi amor“, der Titel wurde in Florian Silbereisens Show „Die Schlagerchampions“, „Das große Fest der Besten“ mit der Trophäe für den Hit des Jahres 2020 ausgezeichnet. Sarah, klar, kennen Sie, Teilnehmerin der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“. 2011 wurden Sie in der 8. Staffel Zweite. Mit über 1,6 Millionen Abonnenten ist sie eine der erfolgreichsten Influencerinnen in Deutschland. Sie ist in verschiedenen Fernsehshows zu sehen und sie hat ein Album, das neu ist, und das heißt „Im Augenblick“. Hallo Sarah.

Sarah Lombardi: Hallo.

Oliver Dunk: Und ganz klar, wie es sich gehört in diesen Zeiten, vor der Sendung sind wir auf Corona getestet worden.

Sarah Lombardi: Genau.

Oliver Dunk: Das Ergebnis bei dir ist negativ.

Sarah Lombardi: Zum Glück. Sonst säße ich nicht hier wahrscheinlich.

Oliver Dunk: Genau. „Augenblick“ heißt das neue Album. Gutes Stichwort: Du und Julian, dein Verlobter, Ihr wollte im Augenblick eigentlich jetzt irgendwie heiraten, verlobt seit Ende vergangenen Jahres, und Ihr habt es verschoben.

Sarah Lombardi: Ja, also wir wissen ehrlich gesagt noch nicht wann und wie. Wir werden jetzt erstmal dann auch schauen, denke ich.

Oliver Dunk: Ja, ich meine, man muss ja nicht immer groß heiraten.

Sarah Lombardi: Genau.

Oliver Dunk: Ich habe es ja so erlebt, die immer, die groß geheiratet haben, einen auf dicke Hose gemacht haben, die waren nachher ganz schnell auseinander. Geht ja auch so ganz…

Sarah Lombardi: Auf jeden Fall. Deswegen, wir wissen noch nicht, wie wir es machen.

Oliver Dunk: Okay. Diese Zeit ist für alle schwierig, nicht nur, dass man einen Corona-Test machen muss, bevor man sich in einem Studio trifft oder in einer Fernsehsendung. Wie hast du diese Zeit verbracht? Also abends nicht in Restaurants, nicht mit Kollegen treffen, mehr zu Hause, mehr kochen?

Sarah Lombardi: Ja, also man hatte natürlich sehr viel Zeit mit der Familie, was auch schön ist, aber du hast den Kleinen ja auch eben erlebt, der hat halt sehr viele Energie und diese Energie muss ja auch irgendwo hin. Deswegen war es dann auch schwierig, nur zu Hause zu bleiben. Wir sind dann viel raus, viel Fahrradfahren, viel joggen, spazieren gehen, all solche Dinge. Da musst du dir dann halt auch als Eltern irgendwie sich neue Dinge einfallen lassen.

Oliver Dunk: Und der Kleine hat so viel Energie.

Sarah Lombardi: Total.

Oliver Dunk: Ich habe mit dem hier Fußball gespielt im Sender im Flur. Das wird mal ein guter Fußballer.

Sarah Lombardi: Ja, das kann gut sein.

Oliver Dunk: Er hatte schon verschiedene Spitznamen für mich. Also cooler Junge. Dein Partner Julian Büscher ist Fußballer. Vielleicht guckt er sich da auch ein bisschen was ab. Julian war bei den Aufnahmen dabei für das neue Album, habe ich gehört. Warum? So als Talisman oder hat er Händchen gehalten? Was war die Motivation dahinter?

Sarah Lombardi: Na ja, also wir machen auch viel gemeinsam und mir war es da schon wichtig, auch seine Meinung mit dabei zu haben. Er hat sich dann auch sehr viel mit eingebracht und generell, ich glaube, ich war jetzt fast das letzte Dreivierteljahr also sehr, sehr viel im Studio, bis das Album auch tatsächlich fertig wurde. War auch so eine Art Therapie jetzt gerade in Corona-Zeiten.

Oliver Dunk: Ja, und Einbringen heißt sozusagen: Mensch, guck mal, da kann man einen Text anders machen oder…?

Sarah Lombardi: Zum Beispiel. Ja.

Oliver Dunk: Gab es einen Text, wo du sagst: Okay, gefällt mir gar nicht, müssen wir nochmal ändern?

Sarah Lombardi: Es gab zum Beispiel bei „Ich“ wirklich einige Versionen, die wir auch immer wieder neu probiert haben, und den ich dann auch tatsächlich am Ende, ich glaube, drei- oder viermal aufgenommen habe, einfach weil die Emotionen dann natürlich auch stimmen mussten. Das heißt an einem Tag, wo ich sehr sensibel, sehr emotional bin, das war dann der Tag, der am besten gepasst hat, um den Song aufzunehmen.

Oliver Dunk: Okay, was war das für ein Tag, an dem du das Lied „Verliebt“ gesungen hast?

Sarah Lombardi: Bei den anderen Songs war es eigentlich ein bisschen einfacher. Da passt es einfach mit den Emotionen. Aber bei „Ich“, gerade weil es eben noch so ein sehr intimer Song ist, wollten wir eben auch, dass das Gefühl da auch eins zu eins übertrage wird.

Oliver Dunk: Genau, „Ich“ kommt später. Ich rede von „Verliebt“ – der Song.

Sarah Lombardi: Bei „Verliebt“, den haben wir tatsächlich einmal aufgenommen, dann war der im Kasten.

Oliver Dunk: Hat sofort gesessen?

Sarah Lombardi: Genau, der hat gesessen.

SarahLombardi
Sarah Lombardi mit ihrem Sohn Alessio. Foto: Instagram

Oliver Dunk: Sarah Lombardi, mein Gast in „Chefsache Macher im Gespräch“. Toll, dass sie im Studio ist. Toll, dass Sie am Radio auch mit dabei sind. „Augenblick“, so heißt das neue Album von ihr. 12 Lieder, da geht es um die Liebe, ums Leben und um Reflexion. Also du klingst auch ein bisschen nachdenklich bei manchen Liedern. Das erinnerte mich an Sarah Connor witzigerweise beim Hören.

Sarah Lombardi: Ach, ehrlich?

Oliver Dunk: Ja. Ist das ein Kompliment?

Sarah Lombardi: Total. Sarah Connor ist eine sehr, sehr begnadete Sängerin und für mich auch immer ein Vorbild.

Oliver Dunk: Also ich hatte irgendwie so Sarah vor Augen, als ich es gehört habe. Warum nachdenkliche Töne? Man könnte ja sagen: Okay, wir haben so viel Scheiße sowieso gerade um uns herum, machen wir doch Highlife.

Sarah Lombardi: Klar. Also ich glaube, ich bin seit zehn Jahren schon auch in diesem Geschäft und wenn ich mich von damals sehe oder mir das Casting angucken von 2011, da sehe ich schon eine Veränderung und da sehe ich auch, wie ich mich entwickelt habe, was sich alles so verändert hat. Von daher war es auch mal an der Zeit, so richtig jeden Augenblick zu reflektieren und zu sehen, was hat sich überhaupt in den zehn Jahren auch getan.

Oliver Dunk: Wenn du die alten Sachen von damals siehst, das Casting oder die Dinge, die du mit Pietro gemacht hast…

Sarah Lombardi: Ei, ei, ei.

Oliver Dunk: Dass du sagst: Ich schäme mich dafür oder wie konnte ich so einen Scheiß machen oder wie ist heute deine Denke darüber?

Sarah Lombardi: Ja, es ist so ein bisschen wie alte Kinderfotos gucken und sich denken: Boah, was hat meine Mama mir da angezogen? Nur dass man niemand anderem die Schuld geben kann, weil ich habe mich ja selber angezogen fürs Casting zum Beispiel. Aber ich glaube, das waren alles wichtige Teile meines Lebens, um eben auch heute der Mensch zu werden, der ich bin.

Oliver Dunk: Na klar. Und ich meine, das Gute ist, es hört nicht auf. In zehn Jahren wirst du denken: Meine Güte, wie konnte ich 2021 solche Sachen sagen?

Sarah Lombardi: Richtig.

Oliver Dunk: Kernbotschaft: Die Liebe zählt – oder?

Sarah Lombardi: Auf jeden Fall. Ja. Man sagt auch immer oder was ich mir oft jetzt mittlerweile sage in egal welcher Situation: Man regt sich ja auch tagsüber über so viele Dinge auf und wenn man sich dann wirklich mal fragt „Was ist das Schlimmste, was passieren kann?“ und sich diese Frage dann beantwortet, dann merkt man eigentlich, dass man sich in vielen Sachen einfach reinsteigert und es noch viel, viel schlimmer nimmt als es vielleicht eigentlich ist.

Oliver Dunk: Ich sage ja auch immer: Wir machen hier nur Radio.

Sarah Lombardi: Wir operieren nicht am offenen Herzen.

Oliver Dunk: Genau. Wenn es mal nicht so optimal ist… Ich glaube, da muss man aber auch erst hinkommen. Das ist so ein Prozess. Nobody is perfect. Das hast du auch für dich erkannt, oder?

Sarah Lombardi: Auf jeden Fall.

Oliver Dunk: Ich meine, es macht ja auch unglücklich, habe ich festgestellt, wenn man immer diesen Perfektionismus haben möchte. Irgendwie ist man selber nie glücklich und das Schlimme ist, man macht andere damit auch noch unglücklich.

Sarah Lombardi: Total.

Oliver Dunk: In „Deutschland sucht den Superstar“ bist du bekanntgeworden 2011. In der 8. Staffel war das damals, glaube ich.

Sarah Lombardi: Kann sein, ja.

Oliver Dunk: Und sie ist Zweite geworden. Zu DSDS kommen wir ein bisschen später noch. Du bist in Hürth großgeworden, Hürth bei Köln. Da gibt es ja auch diese Fernsehstudios, wo DSDS produziert wird. Also du musstest gar nicht lange wegfahren.

Sarah Lombardi: DSDS wird in Köln selber produziert, nicht in Hürth. Aber in Hürth gibt es ja auch ein paar Studios, genau.

Oliver Dunk: Genau. Da kommt, glaube ich, „Stern TV“ her. Also in Hürth großgeworden. Mama Italienerin.

Sarah Lombardi: Ja.

Oliver Dunk: Was hat die Mama dir mitgegeben?

Sarah Lombardi: Ganz viel italienisches Temperament, würde ich mal sagen. Ich bin auch ein sehr ungeduldiger Mensch auch so wie meine Mama.

Oliver Dunk: Sind Italiener ungeduldig?

Sarah Lombardi: Total. Also ungeduldig und auch so ein Nervenbündel.

Oliver Dunk: Das heißt, es ist anstrengend mit dir?

Sarah Lombardi: Ja, es kann schon anstrengend werden.

Oliver Dunk: Und wie kann man Sarah Lombardi am besten händeln?

Sarah Lombardi: Na ja, ich bin auch trotzdem jemand, der sehr viel und sehr gerne Liebe gibt. Also ich bin auch ein sehr sensibler Mensch. Von daher, ich glaube, wenn man mich wirklich kennt, dann weiß man auch bei mir die richtigen Knöpfe zu drücken und dann weiß man auch, wie man mich ein bisschen besänftigt.

Oliver Dunk: Ich habe ja mal rausgefunden, Achtung und Respekt, da habe ich aber auch ein bisschen zu gebracht. Also als ich so alt war wie du, da habe ich es immer noch nicht so gesehen. Achtung und Respekt ist immer ganz wichtig, also nicht nur im Umgang mit Kollegen und Geschäftspartnern – auch in der Partnerschaft. Würdest du dem so zustimmen?

Sarah Lombardi: Auf jeden Fall. Auch das ständige immer wieder aneinander arbeiten oder an sich selbst arbeiten, dass man sich Kritik auch irgendwo annimmt und sagt: Na ja, das kann ich verbessern, das sollte ich vielleicht auch verbessern.

Oliver Dunk: Okay. Wir haben ja gefragt: Was hast du von der Mama? Du hast gesagt: das Temperament und die Italiener können ja so fantastisch kochen. Cucina italiana. Hat Mama dir das auch vererbt?

Sarah Lombardi: Das habe ich leider nicht geerbt. Also meine Oma und meine Mama sind beide großartigen Köchinnen. Aber ich bin noch nie so die große Köchin gewesen.

Oliver Dunk: Du wolltest aber schon als junge Frau unbedingt singen.

Sarah Lombardi: Genau.

Oliver Dunk: In der Schule, auf Straßenfesten. Was hast du denn da gesungen?

Sarah Lombardi: Ich habe damals wirklich auf so Dorffesten gesungen. Da habe ich ganz viele Cover von… was habe ich denn da alles gesungen? Von Whitney Houston viele Sachen, von Tina Turner, all solche. Aber es war auch schön, also es war eine sehr, sehr schöne Erfahrung für mich auf der Bühne. Ich war jedes Mal total aufgeregt, habe somit auch meine ersten Euros verdient. Aber das war schon schön.

Oliver Dunk: Und dann hast du irgendwann gesagt: Ich gehe jetzt zu DSDS?

Sarah Lombardi: Genau.

Oliver Dunk: Und ich kann mir vorstellen, das ist eine Stresssituation, wenn man nicht die Erfahrung hat, plötzlich vor so einer Jury? Dieter Bohlen war damals garantiert mit dabei. Wer saß da noch drin?

Sarah Lombardi: Dieter, Fernanda Brandao und…

Oliver Dunk: Volker Neumüller.

Sarah Lombardi: Nee, die Staffel danach. Wer war das nochmal?

Oliver Dunk: Egal. Also kann nicht so wichtig gewesen sein. DSDS auf jeden Fall und dazu kommen wir später noch. Was würdest du sagen, zieht sich wie ein roter Faden durch dein bisheriges Leben?

Sarah Lombardi: Also ich würde jetzt sagen: mein Sohn. Aber der ist natürlich nicht von Anfang an dagewesen, seitdem ich auf der Welt bin. Aber die Musik. Also die Musik zieht sich wie ein roter Faden durch mein ganzes Leben und es bleibt meine größte Leidenschaft, obwohl ich so viele andere Dinge auch nebenbei mache, auch mehrere Standbeine habe. Aber die Musik ist und bleibt die größte Leidenschaft.

Oliver Dunk: Zu den anderen Standbeinen, unter anderem Insta usw., Influencerin, kommen wir später noch.

Oliver Dunk: Dein neues Album ist da und das heißt „Augenblick“. Ich will immer „Augenblicke“ sagen, aber…

Sarah Lombardi: „Im Augenblick“ sogar.

Oliver Dunk: Guck mal, siehst du. Ich habe es sogar richtig aufgeschrieben, nur falsch abgelesen. Wie dusselig. Du hast schon eine Menge Fernseherfahrung. Also seit DSDS quasi immer mehr so Moderatorenrollen übernommen und „Masked Singer“ war dann auch in der 3. Staffel ein Auftritt von dir mit dabei. Man sagt, du wärst in der Branche inzwischen eine der größten deutschen Popsängerinnen. Ich habe ja schon gesagt, klingt ein bisschen wie Sarah Connor. Das klingt gut und da ist eine Menge Potenzial. Um all das zu erreichen, kann ich mir vorstellen, man muss beharrlich sein. Warum? Sarah, wenn Sie es nicht wissen, ist dreimal bei „Deutschland sucht den Superstar“ angetreten, dreimal, und erst beim dritten Mal ist sie Zweite geworden.

Sarah Lombardi: Wahnsinn, oder?

Sarah (hier noch „Engels“) und Pietro Lombardi beim DSDS Finale 2011. FOTO: RTL / Stefan Gregorowius

Oliver Dunk: Warum diese Beharrlichkeit? Ich meine, es gibt so viele Menschen, die treten einmal an, und dann sagen sie: Ach, hat nicht geklappt – vorbei.

Sarah Lombardi: Ja, ich glaube, ich habe schon so einen natürlichen und gesunden Ehrgeiz, der mich immer wieder auch vorantreibt, der mich auch immer wieder aufstehen lässt und gerade bei DSDS war es so mein Traum. Also ich wollte ihn einfach nicht aufgeben und dachte mir: Ich muss an mir arbeiten und dann versuche ich es nächstes Jahr nochmal.

Oliver Dunk: Aber ich meine, wenn man das Nein bekommt, im Recall durchgesetzt, dann hast du 120 am Ende, die dann noch dabei sind, und dann kriegst du wieder irgendwie die rote Karte. Ist doch frustrierend. Wie lange hast du gebraucht, um dann wieder aufzustehen?

Sarah Lombardi: Total. Also natürlich ist es frustrierend. Man ist auch traurig. Man geht erstmal nach Hause und sagt auch: Okay, nie wieder. Aber dann vergehen ein paar Tage, ein paar Wochen, vielleicht auch ein paar Monate und dann sagst du dir: Ach, weißt du was? Ich probiere es, glaube ich, nochmal.

Oliver Dunk: Und warum hat dir Platz zwei gereicht? Ich meine, du könntest ja nochmal antreten und sagen: Ich möchte jetzt die Eins haben – oder?

Sarah Lombardi: Nee, also ich glaube, es ging auch nie um eine Platzierung, weil für mich ist der Erfolg auch nicht auf einer Platzierung gesehen, sondern der Erfolg im Herzen und wenn ich weiß, ich habe was erreicht, mir vielleicht auch ein bestimmtes Ziel gesetzt, was ich geschafft habe aus mir und aus Dingen gelernt, dann ist das für mich ein Erfolg.

Oliver Dunk: Klar. „Deutschland sucht den Superstar“ künftig ohne Dieter Bohlen, war ein riesen Thema in den vergangenen Wochen und Monaten, und dann ist ja spekuliert worden: Wird Sarah die neue Bohlen? Also nicht die Frau an seiner Seite, aber wird sie quasi in diese Jury reingehen, wird sie vielleicht sogar Jurychefin? Wenn das Angebot jetzt tatsächlich käme, ist das ein Thema?

Sarah Lombardi: Also ich glaube, es ist schon hart, in Dieters Fußstapfen zu treten. Das ist schon eine Herausforderung. Aber generell in der Jury zu sitzen, hätte ich natürlich Lust. Also ich war jetzt auch bei Supertalent“ mit dabei. Da hat es mir auch extrem viel Spaß gemacht.

Oliver Dunk: Du müsstest dann auch die gleichen Shirts anziehen von diesem Hersteller.

Sarah Lombardi: Genau.

Oliver Dunk: Du machst jede Menge Werbung in deinem Instagram-Kanal. Eins Komma… Quatsch, 16 Millionen Follower oder habe ich das jetzt…?

Sarah Lombardi: Nee, 1,6.

Oliver Dunk: Siehst du, habe ich wieder ein Komma vergessen. Unsauber gearbeitet. 1,6 Millionen Follower. Aber vielleicht werden ja bald 16 Millionen daraus.

Sarah Lombardi: Das wäre schön.

Oliver Dunk: Viel Werbung und ich habe mich mal gefragt und vielleicht wissen das auch manche Hörer nicht. Wie funktioniert das eigentlich? Du machst da Werbung für, glaube ich, ein Spray oder ein Haarwaschmittel oder Taschen. Kommen die auf dich zu und sagen die dir: Sarah, nimm das und schreib bitte diesen Text? Oder wie geht sowas?

Sarah Lombardi: Na ja, also es fängt mit einer Anfrage natürlich an. Im normalen Fall teste ich die Produkte immer vorher, weil ich ja auch nur Sachen wirklich vermarkten möchte, die ich selber nutze oder wovon ich auch überzeugt bin, und dann gibt es zwar ein bestimmtes Briefing, aber wie du das dann dem Zuschauer vermittelst, das ist natürlich dir überlassen. Das soll man auch ganz authentisch machen und eben so mit in den Alltag zum Beispiel integrieren, wie man es selber auch für richtig hält.

Oliver Dunk: Jetzt testest du irgendwas und sagst: Das ist der letzte Scheiß. Was machst du dann? Geht es zurück oder schreibst du das?

Sarah Lombardi: Nee, dann geht es tatsächlich zurück. Also ich bin da vielleicht nicht so knallhart, aber sage dann einfach: Das Produkt passt leider nicht zu mir.

Oliver Dunk: Was würdest du denn auf keinen Fall bewerben?

Sarah Lombardi: Na ja, also Dinge, die ich halt für meinen Alltag oder für mich überhaupt nicht sehe. Ich rauche nicht, ich trinke wirklich nie oder fast nie Alkohol. Solche Dinge, die einfach auch gar nicht zu mir passen.

Oliver Dunk: Okay, also kein Alkohol. Was sonst noch?

Sarah Lombardi: Kein Alkohol, kein… na ja, also man bekommt auch die verrücktesten Anfragen, muss man sagen. Es gab sogar schon eine Anfrage für Särge, also einen personalisierten Sarg. Da habe ich auch gedacht: Na ja, also jetzt… ich hoffe ja, dass ich damit noch ganz, ganz lange warten darf. Solche Dinge zum Beispiel.

Oliver Dunk: Klingt geschmacklos.

Sarah Lombardi: Ja, ist verrückt.

Oliver Dunk: Dein Kopf sagt Stopp, dein Herz schreit Ja. Woher ist das? Aus deinem Lied „Im freien Fall nach oben“. Und vielleicht kennst du auch die Künstlerin. Es singt Sarah Lombardi.

Sarah Lombardi: Ja, die kenne ich sogar.

Oliver Dunk: Ist schon ein bisschen her, 2020 im März hatte sie ihr Moderationsdebüt mit Jochen Schropp in der Musikshow „United Voices“ auf SAT.1. Sarah Lombardi und sie ist bei mir im Studio – auf gute Distanz. „Im Augenblick“ heißt ihr aktuelles Album. Sarah, so viele Fernsehauftritte, „Masked Singer“ habe ich vorhin ja schon gesagt. Was kommt denn da eigentlich noch so?

Sarah Lombardi: Na ja, ich habe schon wirklich einige Sachen mitgemacht, wo ich riesengroßen Spaß hatte, große Leidenschaften in mir entdeckt habe. Aber was so für mich noch auf meiner To-do- oder Wunschliste mit draufsteht, ist…

Oliver Dunk: DSDS.

Sarah Lombardi: Damit hat ja alles angefangen.

Oliver Dunk: Ich meine in der Jury.

Sarah Lombardi: Ja. Nee, tatsächlich „Sing meinen Song“. Das wäre so ein Projekt, was ich gerne noch machen würde.

Oliver Dunk: Ich meine, „Das Dschungelcamp“, nehme ich mal an, trashig, das käme nicht in Frage oder „Promihaus der Sommerstars“ oder wie das Zeug heißt?

Sarah Lombardi: Ja. Nee, lieber nicht.

Oliver Dunk: Damals bei DSDS, ich fand diese Geschichte so rührend mit Pietro Lombardi. Er ist Erster geworden, du Zweite. Ihr seid im Finale aufgetreten, wenn ich mich recht entsinne, quasi schon so in… jetzt hätte ich fast Hochzeitsunform gesagt. Aber wie sagt man? Im Hochzeitskleid und im Anzug. Wie entwickelt sich sowas? Ist das irgendwie dann, dass die Produktion sagt: Meine Güte, Ihr versteht euch, Ihr seid jetzt irgendwie zusammen? Wir machen das so. Oder ist das von vornherein schon irgendwie ein Plan oder wie kommt sowas zustande?

Sarah Lombardi: Na ja, nee, also geplant war da gar nichts. Das war schon alles so, wie es auch wirklich war, dass wir uns kennengelernt und ineinander verliebt haben. Aber nun war es natürlich auch so, am Anfang denkt man: Alle meinen es gut mit einem, alle wollen nur das Beste für einen. Und in dieses Geschäft muss man dann erstmal so ein bisschen reinschnuppern, um dann auch zu lernen und zu merken: Okay, du musst auch ein bisschen vorsichtig sein.

Oliver Dunk: Das heißt, du würdest heute sagen: Stopp, das mache ich nicht?

Sarah Lombardi: Zum Beispiel.

Oliver Dunk: Ja, genau. Okay. Wenn du jetzt singst und wir hatten vorhin schon über den Titel gesprochen „Flügel in Gedanken“. Du sagst, das ist ein sehr schöner Song. Warum ist das ein Lied, das dich so berührt?

Sarah Lombardi: Ich mag den Text einfach total gerne. Ich bin in diesem Song auch oft in der Kopfstimme, was ich eigentlich sogar sonst eher selten bin und es ist ein sehr emotionaler Song, den ich einfach gerne mag.

Oliver Dunk: Aber so ein Mutmacherlied auch, oder?

Sarah Lombardi: Total.

Oliver Dunk: Wer macht dir Mut, wenn du mal am Boden bist?

Sarah Lombardi: Meine Familie. Also meine Familie ist für mich eh der größte Halt, der stärkste Halt und ohne die würde, glaube ich, gar nichts gehen.

Oliver Dunk: Und der Kleine, kann ich mir vorstellen, gibt ganz viel Kraft.

Sarah Lombardi: Genau. Der auf jeden Fall. Der nimmt auch viel Kraft, aber der gibt auch.

Oliver Dunk: Genau, das ist sensationell. Kinder sind oft anstrengend, aber sie geben ganz viel Kraft.

Sarah Lombardi: Ja.

Sarah Lombardi und ihr Freund Julian Büscher. Foto: Instagram

Oliver Dunk: Drei Stunden sind fast vergangen. Sarah Lombardi ist mein Gast in „Chefsache Macher im Gespräch“. Zwölf neue Titel, wenn ich richtig gezählt habe, auf dem Album „Im Augenblick“. Habe ich auch gelernt, dass das nicht „Augenblick“ heißt, wie ich es vorhin immer gesagt habe. Man sollte die Notizen auch mal richtig machen. Ich habe mir die Platte angehört und bei einem Lied dachte ich: „Love is love“, meine Güte, das kenne ich doch aus den 90ern. Da warst du, glaube ich, noch gar nicht da, aber…

Sarah Lombardi: Doch, ich glaube, ist der nicht 1992 gekommen?

Oliver Dunk: Da warst du ganz klein.

Sarah Lombardi: Da bin ich gerade geboren, ja.

Oliver Dunk: Gerade geboren, genau. Aber du hast es so noch nicht gekannt. Haddaway hat das Original gemacht „What is love“.

Sarah Lombardi: Genau.

Oliver Dunk: Warum hast du dieses Lied nochmal gemacht? Klingt ganz anders, aber erinnert doch.

Sarah Lombardi: Genau, es soll natürlich auch an diesen Song erinnern. Ich weiß noch, dass meine Eltern diesen Song damals geliebt haben. Der hat sich auch irgendwie immer mal wieder in meine Kindheit mit eingeschlichen und „Love is love“ soll eben auch dazu stehen, dass jeder von uns ganz individuell und egal wen oder was lieben darf und das auch ganz ohne dafür verurteilt zu werden. Das ist die Message, die dahintersteht.

Sarah Lombardi und die Halbsätze

Oliver Dunk: Eine schöne Message. „Love is love“, „What is love“, „Love is love“, ich kann nicht singen. Klingt furchtbar. Ich habe für dich noch Halbsätze, die du bitte vervollständigst. Den Fernseher schalte ich immer ein, wenn…?

Sarah Lombardi: Boah, ganz, ganz selten und wenn, dann nur, wenn der Kleine schläft und ich weiß, ich muss nicht zu früh aufstehen.

Oliver Dunk: Wann stehst du sonst immer auf?

Sarah Lombardi: Um sieben.

Oliver Dunk: Wann geht der Wecker? Also ich meine, wann kommt der Kleine? Auch um sieben?

Sarah Lombardi: Der Wecker kommt mittlerweile sogar ein bisschen zu spät.

Oliver Dunk: Ehrlich, ja?

Sarah Lombardi: Ja.

Oliver Dunk: Okay, pennt gerne lange. Aber Mittagsschlaf macht er nicht mehr, ne?

Sarah Lombardi: Nee.

Oliver Dunk: Der hat so viel Power.

Sarah Lombardi: Ach, das waren noch so schöne Zeiten.

Oliver Dunk: Genau, mal zwei Stunden Ruhe.

Sarah Lombardi: Zwei Stunden ausruhen.

Oliver Dunk: Genau. Meine größte Niederlage…?

Sarah Lombardi: Boah, da gibt es einige. Also meine größte Niederlage ist es eigentlich, wenn ich versuche, standhaft zu bleiben, wenn es um Süßigkeiten geht. Aber du siehst, ich bin mit Gummibärchen hier angekommen.

Oliver Dunk: Ist gut, das sind die Schlagerradio-Weingummiherzen. Schmecken gut?

Sarah Lombardi: Ja, da steht vor allen Dingen „Hör auf dein Herz“. Also habe ich mir direkt mal zwei Packungen genommen.

Oliver Dunk: Genau. Dein Sohn hat sich, glaube ich, mehr genommen. Muss man nachher nochmal die Taschen kontrollieren. Deine Schwäche sind Süßigkeiten?

Sarah Lombardi: Genau, Süßigkeiten auf jeden Fall.

Oliver Dunk: Meine Geburtsstadt Hürth…?

Sarah Lombardi: Ja?

Oliver Dunk: Was verbindet dich damit?

Sarah Lombardi: Na ja, ganz viel. Also ich bin da zur Schule gegangen, ich habe da meine erste beste Freundin gehabt, auch meine erste Beziehung gelebt und viel draußen gespielt. Ich erinnere mich noch an die Sommerabende, wenn meine Eltern irgendwie gewunken haben, ich soll nach Hause kommen und ich dann gefleht habe: Bitte nur noch zehn Minuten. Es waren schon schöne Zeiten.

Oliver Dunk: Sarah Lombardi, „Im Augenblick“, die neue aktuelle Platte, das aktuelle Album, zwölf wunderbare Lieder und das Lied für die Liebe und für alle, die sich lieben, egal welchen Geschlechts. Sarah, danke, dass du da warst. Pass auf dich auf.

Sarah Lombardi: Danke, dass ich hier sein durfte.

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