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Markus fordert Spritpreisbremse!

Die aktuellen Spritpreise lassen auch die Schlagerwelt nicht kalt. Und gerade ein Song aus dem Jahr 1982 zeigt, wie groß die Sehnsucht nach einer heileren und günstigeren Welt ist.

Vor genau 40 Jahren traf die Neue Deutsche-Welle-Hymne von Schlagerstar „Markus“: Ich will Spaß!“ genau den Zeitgeist! Auch Markus hat zu den aktuellen Kraftstoffpreisen eine klare Meinung. Er ist «tatsächlich für eine Spritpreisbremse», wie er auf dpa-Nachfrage mitteilt. «Für mich persönlich dürfte die bei 1,55 Euro liegen, denn das wären 3,10 DM geteilt durch zwei», sagt der Sänger, der im hessischen Bad Camberg geboren wurde und heute 62 Jahre alt ist. Er appelliert: «Liebe Bundesregierung, senkt zumindest temporär – ähnlich wie bei der Corona-Krise – die Steuern.» Dann komme ja immer noch genug Geld für den Staat rein, meint er.

Markus‘ «Ich will Spaß» gehört zu den größten Neue-Deutsche-Welle-Hits überhaupt. Immer wieder muss er auch als allgemeines Motto für das Lebensgefühl der Jugend herhalten. Im Juni 1982 stieg das Lied über einen begeisterten Autofahrer in den Charts ein, im August war es zwei Wochen auf der Spitzenposition in der Bundesrepublik. Im Text heißt es unter anderem: «Und kost‘ Benzin auch drei Mark zehn: scheißegal, es wird schon geh’n! Ich will fahr’n!». 40 Jahre später wäre der damals als Schrecken besungene Spritpreis gefühlt ein Schnäppchen. Oder?

1982 kostete der Liter Super laut ADAC durchschnittlich etwa 1 Mark 40. Heute zeigt die Preistafel an der Tankstelle für einen Liter der Sorte E10 im bundesweiten Schnitt rund 2 Euro 20. Preisvergleiche zwischen der DM-Ära und dem heutigen Euro-Zeitalter sind allerdings schwierig, unter anderem weil der Silvester 1998 fixierte Umrechnungskurs (1 Euro = 1,95583 D-Mark) exakt auf dem damaligen Wert der deutschen Währung zu den anderen Eurowährungen beruhte.

Millionen können es trotzdem mitsingen: das Neue-Deutsche-Welle-Lied «Ich will Spaß» von Markus. Doch soviel lässt sich schon sagen: Der im Lied als Horrorvision definierte Preis ist selbst nach den Preissprüngen nach Beginn des Krieges in der Ukraine noch nicht erreicht. Bedenkt man, dass sich das Verbraucherpreisniveau seit 1982 ungefähr verdoppelt hat, dann entsprächen die damals von Sänger Markus noch akzeptierten 3,10 Mark heute einem Preis von rund 6,20 Mark – oder umgerechnet 3,17 Euro. Trotzdem tut der hohe Spritpreis natürlich vielen Autofahrern weh, zumal er zu großen Teilen aus Steuern besteht.

Trotzdem hat Schlagerstar Markus auch irgendwo Recht, wenn er an die Möglichkeiten der Politik appelliert. Steuern runter, gute Laune rauf!

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