Nino de Angelo
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Nino de Angelo macht Ernst: Karriereende in drei Jahren

Für Nino de Angelo stehen große Veränderungen an. Der Schlagerstar will gemeinsam mit seiner Partnerin Simone einen neuen Lebensmittelpunkt in Italien aufbauen und zwar noch bevor er sich endgültig von der Bühne verabschiedet. Für sein Karriereende hat der Sänger inzwischen sogar ein konkretes Datum im Kopf: Bei „ARD Schlagerwelt“ nannte er den 18. September 2029. „Dann möchte ich mich zurückziehen“, stellte er dort klar.

Wie weit die Pläne für den Neustart in Italien bereits fortgeschritten sind, verriet Nino de Angelo im Gespräch mit Martina Mack für Schlagerpuls.com. Von einer bloßen Zukunftsidee kann längst keine Rede mehr sein: Der Sänger und seine Simone haben bereits einen Hof in Umbrien gefunden, der ihr neues Zuhause werden soll.

Neuer Lebensmittelpunkt in Umbrien

„Ich möchte wieder nach Italien und werde dahin auswandern“, kündigt Nino de Angelo an. Gefunden haben die beiden einen ehemaligen Bauern- und Reiterhof. Das Anwesen gehörte zuvor einer Pferdezüchterin und soll bereits so gut vorbereitet sein, dass größere Renovierungen oder Umbauten nicht nötig seien.

Auch die Tiere sollen mit nach Italien kommen. Ganz abrupt wollen Nino und Simone ihre Zelte im Allgäu allerdings nicht abbrechen. Den dortigen Reiterhof möchten sie zunächst noch zwei oder drei Jahre behalten, bevor der Umzug nach Italien endgültig vollzogen wird.

Der neue Hof liegt in Umbrien, unweit der Toskana. Das Grundstück umfasst nach Angaben des Sängers rund 25 Hektar Land. Dazu gehören Wälder, Flächen zum Anbau von Obst und Gemüse und sogar rund 600 Olivenbäume. Auch Trüffel sollen dort wachsen.

Nino de Angelo will als Selbstversorger leben

Der Musiker hat bereits ziemlich genaue Vorstellungen davon, wie sein Alltag künftig aussehen soll. Gemeinsam mit Simone möchte er möglichst viel selbst anbauen und das Leben auf dem Land genießen. Arbeit dürfte ihm dort nicht ausgehen – was ihm offenbar gerade recht kommt.

Für Nino de Angelo ist der Schritt nach Italien weit mehr als ein Immobilienkauf. „Das war immer mein Lebenstraum, und den werde ich mir jetzt erfüllen“, sagt er. Der bevorstehende Lebensabschnitt gebe ihm viel Energie und Freude.

Auch das Klima ist für ihn ein Argument. Nach seinen Angaben seien die Winter in der Region vergleichsweise mild. Vor allem aber zieht es ihn zurück zu seinen italienischen Wurzeln.

Weniger Stress, mehr Leben

Seine Musikkarriere will Nino de Angelo bis zu seinem geplanten Rückzug keineswegs nur noch verwalten. Er möchte weiterhin neue Musik veröffentlichen und Tourneen spielen. Gleichzeitig soll das Tempo Stück für Stück sinken.

Er mache inzwischen nur noch Dinge, die ihm wirklich Spaß bereiteten, erklärt der Sänger. Wirtschaftlich könne er es sich mittlerweile leisten, auch einmal Nein zu sagen. Besonders seit dem Erfolg seines Albums „Gesegnet und Verflucht“ laufe es für ihn wieder sehr gut.

Der Umzug nach Italien ist für ihn deshalb auch ein bewusster Schritt in Richtung Entschleunigung: zurück zu den Wurzeln und weg von einem Alltag, der ständig vom Musikgeschäft bestimmt wird.

Simone ist vom neuen Zuhause begeistert

Seine Partnerin Simone unterstützt die Pläne. Obwohl sie im Allgäu verwurzelt ist, habe sie sich ebenfalls sofort in den Hof verliebt. „Simone freut sich wie Bolle“, erzählt Nino de Angelo.

Das Anwesen liegt zwar abgeschieden und mitten in der Natur, völlig abgeschnitten werden die beiden aber nicht sein. Orvieto sei rund 30 Kilometer entfernt, eine kleinere Stadt nur etwa fünf Kilometer. Damit sei die notwendige Infrastruktur gut erreichbar.

Auch organisatorisch laufen die Vorbereitungen bereits. Nino de Angelos Cousin, ein Anwalt in Mailand, kümmere sich um die Abwicklung des Kaufs und die notwendigen Termine. Sein Italienisch müsse er nach längerer Zeit zwar wieder häufiger benutzen, doch mit zunehmender Praxis werde es besser.

Nach der Insolvenz könnte die Hochzeit folgen

Parallel zum Neustart in Italien soll für Nino de Angelo noch ein weiteres Kapitel enden: seine Insolvenz. Nach seinen Angaben soll das Verfahren im Januar abgeschlossen werden. Nach einem letzten Prüfungstermin werde der Wegfall des Insolvenzgrundes beantragt, da inzwischen mehr Geld vorhanden sei, als benötigt werde. Danach wolle er komplett schuldenfrei sein.

Und dann könnte auch die Hochzeit mit Simone näher rücken. Einen konkreten Termin gibt es bislang nicht. Zunächst wollen die beiden den Umzug bewältigen und sich in ihrem neuen Zuhause einleben.

Dass geheiratet werden soll, steht für Nino de Angelo allerdings fest. Von der ursprünglich einmal angedachten Hochzeit in Las Vegas scheint er inzwischen eher Abstand genommen zu haben. Statt einer großen Feier kann er sich mittlerweile offenbar auch eine kleinere Hochzeit vorstellen.

„Meine fünfte Ehe ist für immer“

Zweifel daran, noch einmal vor den Traualtar zu treten, hat der viermal verheiratete Sänger nicht. „Meine fünfte Ehe ist für immer“, sagt Nino de Angelo über seine Zukunft mit Simone.

Die beiden sind seit acht Jahren ein Paar. In dieser Zeit habe sich sein Leben kontinuierlich zum Positiven verändert. Besonders in schwierigen Phasen habe Simone ihn unterstützt. Rückblickend beschreibt der Sänger die Jahre 2016 bis 2018 als sehr schwere Zeit und macht deutlich, welchen Stellenwert seine Partnerin heute für ihn hat.

Was ihre Beziehung für ihn besonders macht? Simone versuche nicht, ihn zu verändern. Bei ihr müsse er keine Rolle spielen und keine „Ritterrüstung“ tragen, erklärt der Sänger – sondern könne einfach Nino sein.

Mit dem geplanten Hof in Umbrien bekommt diese gemeinsame Zukunft nun einen ganz konkreten Ort. Und während für seine Karriere mit dem 18. September 2029 bereits ein Enddatum im Raum steht, soll in Italien ein völlig neues Kapitel beginnen.

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