Weimar ehrt Ute Freudenberg mit höchster Auszeichnung
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Weimar ehrt Ute Freudenberg mit höchster Auszeichnung

Die Stadt Weimar hat eine ihrer bekanntesten musikalischen Töchter geehrt: Sängerin Ute Freudenberg erhielt den Weimar-Preis 2026 für ihre Verdienste um das kulturelle Ansehen der Stadt. Rund 650 Gäste, darunter zahlreiche Fans aus ganz Deutschland, kamen zum Festakt am Tag der Deutschen Einheit in die Weimarhalle. Die Laudatio hielt Sängerin und Moderatorin Kim Fisher.

Eine Stimme, die Weimar bekannt machte

Oberbürgermeister Peter Kleine würdigte die jahrzehntelange Verbindung der Künstlerin zu ihrer Heimatstadt. Freudenberg habe Weimar musikalisch geprägt und den Namen der Stadt auf große Bühnen getragen. Für einen besonderen Moment sorgte ein Bläserensemble der Staatskapelle Weimar mit einer Instrumentalversion ihres bekanntesten Liedes „Jugendliebe“. Nach der Übergabe der Preisurkunde erklärte Freudenberg: „Für mich schließt sich ein Kreis.“ Anschließend trug sie sich in das Goldene Buch der Stadt ein.

Von „Jugendliebe“ bis zur Rückkehr

Freudenberg wurde 1956 in Weimar geboren und bereits als Jugendliche als Gesangstalent entdeckt. Von 1972 bis 1977 studierte sie an der Hochschule für Musik Franz Liszt. 1976 wurde sie Gründungsmitglied der Rockband Elefant. Mit „Jugendliebe“ gelang ihr der große Durchbruch. Zwischen 1980 und 1984 wurde sie viermal zur beliebtesten Sängerin des Jahres gewählt.

1984 blieb Freudenberg nach einem Fernsehauftritt im Westen und zog nach Düsseldorf, wo sie unter anderem als Studiosängerin arbeitete. 1996 kehrte sie nach Weimar zurück und gründete ihre eigene Live-Band. Später folgten zahlreiche Konzerte und Fernsehauftritte. 2008 erhielt sie für ihr soziales Engagement das Bundesverdienstkreuz am Bande, 2023 feierte sie ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum.

Höchste Auszeichnung der Stadt

Der Weimar-Preis wird seit 1990 vergeben und würdigt Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um das geistig-kulturelle Ansehen der Stadt verdient gemacht haben. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung kann alle zwei Jahre vergeben werden. Für Freudenberg ist sie zugleich eine Würdigung einer Karriere, deren Anfänge und späterer Neubeginn eng mit Weimar verbunden sind.

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