Joelina Drews – Essstörung und Selbstzweifel
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Joelina Drews – Essstörung und Selbstzweifel

Joelina Drews spricht so offen wie selten über die Schattenseiten ihres Lebens. Nachdem die Sängerin bereits über Hass im Netz und Vorurteile gesprochen hatte, gewährte sie nun weitere sehr persönliche Einblicke. Im Mittelpunkt standen der Druck, perfekt sein zu wollen, ihre Essstörung als Teenager und der lange Weg zurück zu einem gesunden Selbstbild.

Im Gespräch mit Schlagerpuls.com machte die heute 30-Jährige deutlich, dass ihr selbstbewusstes Auftreten häufig missverstanden werde. Viele hielten sie für arrogant, dabei kenne sie Selbstzweifel nur zu gut. Nach außen wirke sie zwar selbstsicher und sage offen ihre Meinung, privat habe sie jedoch genauso Phasen, in denen sie an sich selbst zweifle. Dass sie als Tochter eines prominenten Vaters häufig mit Vorurteilen konfrontiert werde, gehöre für sie ebenfalls zur Realität. „Ich glaube, viele Menschen verwechseln diese Art dann mit Arroganz“, erklärt sie.

Der Wunsch nach Perfektion

Besonders bewegend spricht Joelina Drews über ihre Essstörung. Als Jugendliche hätten negative Kommentare und die Meinungen anderer sie tief getroffen. Der Wunsch, den eigenen Körper kontrollieren zu können, sei schließlich immer größer geworden. „Irgendwann wollte ich einfach nur noch perfekt aussehen“, erinnert sie sich. Rückblickend sei ihr bewusst geworden, wie gefährlich ständige Vergleiche – insbesondere in sozialen Medien – sein können. Dort wirke vieles perfekt, entspreche aber längst nicht der Realität.

Gespräche als Wendepunkt

Den Weg aus dieser schwierigen Zeit habe sie vor allem durch intensive Gespräche gefunden. Besonders ihre Mutter sei eine wichtige Stütze gewesen. Gleichzeitig schildert die Sängerin die gesundheitlichen Folgen ihrer Essstörung: Über mehrere Jahre blieb ihre Periode aus – ein deutliches Warnsignal, das ihr später die Augen öffnete. Mit der Zeit habe sich ihr Essverhalten wieder normalisiert, auch wenn der Weg dorthin nicht geradlinig gewesen sei.

Heute möchte Joelina Drews ihre Erfahrungen nutzen, um anderen Mut zu machen. Sie appelliert daran, sich Hilfe zu suchen und psychische Erkrankungen nicht länger zu tabuisieren. „Auch Therapie sollte heute überhaupt kein Tabuthema mehr sein. Es kann unglaublich helfen, mit jemandem über all diese Dinge zu sprechen.“ Worte einer jungen Frau, die schwierige Kapitel ihres Lebens aufgearbeitet hat – und heute nicht nur musikalisch ihren eigenen Weg geht, sondern auch anderen Hoffnung schenken möchte.

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