Als Ernährungsmedizinerin begegne ich der Frage nach Süßstoffen sehr häufig: Sind sie eine gesunde Alternative zu Zucker oder eher problematisch? Die Antwort ist differenziert. Süßstoffe können helfen, den Zuckerkonsum zu reduzieren, sind aber kein Freifahrtschein für unbegrenzte Süße.
Vorteile von Süßstoffen
Süßstoffe liefern keine oder kaum Kalorien und beeinflussen den Blutzucker kaum. Für Menschen mit Diabetes oder starkem Übergewicht können sie daher kurzfristig sinnvoll sein. Sie ermöglichen süßen Geschmack ohne direkte Stoffwechselbelastung und können helfen, den Übergang zu einer zuckerärmeren Ernährung zu erleichtern.
In ihrer Praxis Körperkonzepte in Berlin-Charlottenburg hat sich Daniela Kielkowski auf die Behandlung von Stoffwechselerkrankungen spezialisert.
Mögliche Nachteile
Trotzdem sind Süßstoffe nicht unproblematisch. Studien zeigen, dass sie das Geschmacksempfinden verändern können: Wer regelmäßig sehr süß isst oder trinkt, gewöhnt sich daran und empfindet natürliche Lebensmittel oft als „fade“. Außerdem gibt es Hinweise, dass Süßstoffe das Darmmikrobiom beeinflussen und bei manchen Menschen Heißhunger fördern können.
Zucker: Natürlich, aber nicht harmlos
Zucker ist ein natürlicher Bestandteil vieler Lebensmittel, doch in verarbeiteter Form wird er meist in zu großen Mengen konsumiert. Ein hoher Zuckerverbrauch erhöht das Risiko für Übergewicht, Karies, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dennoch gilt: Kleine Mengen Zucker in einer ausgewogenen Ernährung sind vertretbar – besonders, wenn sie bewusst genossen werden.
Weniger Süße als langfristiges Ziel
Aus medizinischer Sicht ist nicht die Wahl zwischen Zucker und Süßstoff entscheidend, sondern die Menge an Süße insgesamt. Ziel sollte sein, den Geschmackssinn langsam wieder an weniger Süßes zu gewöhnen. Wer häufiger zu natürlichen, wenig verarbeiteten Lebensmitteln greift, braucht langfristig weniger Zucker und weniger Ersatzstoffe.
Fazit
Süßstoffe können in bestimmten Situationen hilfreich sein, sollten aber nicht zur Dauerlösung werden. Auch Zucker ist in kleinen Mengen akzeptabel, solange er nicht den Alltag dominiert. Am gesündesten ist es, den eigenen Süßkonsum insgesamt zu reduzieren und Süße wieder als etwas Besonderes wahrzunehmen – nicht als Selbstverständlichkeit.





























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